102 <§->-
S ieb e nz chnt er Auftritt,
Frau von Schmelz. Der Vorige.
Fr. v. Schmelz (rennt, hastig eintrctend, ihrem Svhnin die Arme und stößt einen gräßliche» Schrei auS).
Moritz (prallt bestürzt zurück. Beide stehen eine» Augen-blick wie versteinert).
Fr. v. Schmelz, (knalle barreur! Wen erblick' ichvor mir! Bist dn's wirklich? du Range!
Moritz. Still, still, Mama! Wir wollen keinenLärm machen.
Fr. v. Schmelz. Was? du heilloser Bube! du willstmir Schweigen gebieten?
Moritz. Mama, ich bitte Sie um Ihrer eigenenEhre willen —
Fr. v. Schmelz. Ei! du hast großes Recht, vonEhre zu reden, du! du! — Ist dicß der Hörsaal deinerHerren Professoren? Da solltest du sitzen und Weisheitlernen, deren du sehr nöthig bedarfst.
Moritz (bittend). Mäßigen Sic sich.
Fr. v. Schmelz (immer heftiger). Willst du mir Ge-setze verschreiben? du Milchbart! du Wüstling! du Tan-genichts ! — He! warum desertirtcst du von der Universi-tät und treibst dich hier herum in verdächtigen Häusern?
Achtzehnter Auftritt.
Madam Schwalbe. Die Vorigen.
Mada-M Schwalbe (hereinstürzend). Wer spricht hiervon verdächtigen Häusern?