Moritz. Ich sah die scharmante Frau ausfahren —
Julie. Die scharmante Frau?
Moritz. Ja, ja, nicht anders. Wir sind die bestenFreunde. Sie nahm mich wohl auf, versprach mir einWeibchen und bestellte mich in einer halben Stunde wie-der her.
Hannchen. Jst's möglich? — Und Mamsell Juliesoll einen Besuch annehme», wenn sie zurück kommt.
Moritz. Wirklich?
Julie. Ja. Sic befahl aber, ehe sie noch mit Ihnensprach, mich festlich zu kleiden.
Moritz. So? — Das ist also kein gutes Zeichenfür mich.
Hannchen. Ich denke doch. Vor einer halben Stundewar freilich noch der Herr von Puff am Breie: aber nunbekommt er den Laufzettel.
Moritz. Den soll er am Ende gewiß bekommen. Esgeschehe nun früh oder spät, auf eine sanfte oder eineharte Manier.
Julie. Wir wollen das Beste hoffen.
Moritz. Es bleibt in allen Fällen bei der Abrede:Rachgcbcn in gleichgültigen Dingen und muthiger Wider-stand in der Hauptsache! — Ich verlasse die Stadt nichteher, als bis wir wissen, woran wir sind, und bei demersten Nothsignal, das ich durch Hannchen erhalte, kommeich Ihnen zu Hülfe. — Jetzt will ich mich hier nicht er-tappen lassen. Adieu. (Sr eilt hinweg.)