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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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iind dort, und verschenken endlich am Altar die welkenHerbstblumen ihrer Gesundheit und Kräfte.

Mad. Schwalbe. So unbillig wollen Sie gegenIhre künftige Gemahlin nicht denken. Das ist lobens-wertst und nimmt mich sehr für Sie ein.

Moritz <st» verbeugend). Dürfte ich also hoffen ?

Mad. Schwalbe. Ich will mich mit Vergnügenfür Sie verwenden.

Moritz. Rechnen Sie auf meine Dankbarkeit. Ichwerde mich bald im unbeschränkten Besitz eines ansehn-lichen Vermögens befinden.

Mad. Schwalbe. So sind Sie um so mehr imStande, eine Frau glücklich zu machen. Sie soll dochwohl von adeliger Herkunft sepn?

Moritz. Das mache ich gerade nicht zur Bedingung.Ich suche keine Ahnen, nur häusliches Glück.

Mad. Schwalbe. Nun, verlassen Sie sich ans mich,Herr von Roscndorn. Ich weiß schon halb und halb einePartie für Sie; es fehlt mir nur jetzt durchaus an Zeit,mich mit Ihnen länger zu unterhalten. Bemühen Siesich wieder zu mir.

Moritz (umgehend). Wenn ist cs Ihnen gefällig?

Mad. Schwalbc. Sobald Sie wollen, sobald Sie können.

Moritz. Ich empfehle mich Ihrem geneigten Anden-ken, Madam. (Sr geht »ach der Thür.)

Mad. Schwalbe. Adieu, Herr von Rosendorn.<2hm nnchrufend.) O, warten Sie doch! Es fliegt mireben ein glücklicher Gedanke durch den Kopf. KönnenSie mich in einer halben Stunde wieder besuchen?

Moritz. Ich werde mit Vergnügen die Ehre haben.

(Geht ab.)

Langbein'S sämuitl. Schr. Xll. Bd.

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