Druckschrift 
8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
50
Einzelbild herunterladen
 

-»D 80

Finte gehorsamer Diener! der begegnet man sojetzt pack' ich ihre Klinge mm bin ich Meister davon.(Er hört auf z» fechten.) Sieh, Bruder! so geht's immerwie am Schnürchen, und man ist sicher, daß matt bei hei-ler Haut bleibt.

Mad. Schwalbe. Ich bin froh, daß ich's gebliebenbin. (Sie null das Nappier aus der Hand lege».)

Hr. v. Puff. Behalten Sie die Fuchtel noch ein Bis-chen. Ich will meinem Bruder jetzt zeigen, wie's bei einemernsthaften Pclzwaschcn hergeht. Stell' dir einmal vor,es wäre mir hinterbracht worden, daß sich ein gewisserEdelmann wir wollen annchmcn, ein Kapitän ineiner Gesellschaft erdreistct hätte, mich einen Dummkopf zunennen.

Mstr. Puff. Je, das könnte sich wohl ereignen.

Hr. v. Puff. Allerdings! Nun will ich dir aber wei-sen, wie sich ein Mann von Stande bei dergleichen Ehren-fällen benehmen thut. Der Kapitän hat also gesagt: derHerr von Puff ist ein Dummkopf. Er begegnet mir denfolgenden Tag auf einer Promenade; ich trete ihm barschin den Weg, ziehe nachlässig den Hut und sage mit rau-her Stimme:Ihr Diener, Herr Kapitän! Wir haben einHühnchen mit einander zu pflücken." (Er spricht dieseAnrede im tiefen Baß eines Renommisten, wendet sich dannzur Madam Schwalbe und sagt in seinem gewöhnlichen Tone):

Nun, Madam, stellen Sic den Kapitän vor und antwor-ten Sie mir.

Mad. Schwalbe (gibt sich ein martialisches Ansehenund spricht ,»it grober Stimme) :Was beliebt Ihnen, Herrvon Puff?"

Hr. v. Puff (spielt bei den folgenden Worten und über-haupt bei allen, die mit Anführungsstrichen bejeichnet sin»