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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Achter Auftritt.

Madam Schwalbe ollei,».

So weit ging alles erwünscht. Nur das einfältigeMädchen sträubt sich noch und will nicht nach meinerPfeife tanzen. Ja, ja, es heißt wohl: Ehrlich währtam längsten; aber du gutes, altes Sprichwort, bist wahr-scheinlich in bessern Zeiten, als wir sie jetzt haben, Modegeworden. Die heutige Welt dreht und wendet dich ganzbesonders. Sie behandelt die Ehrlichkeit wie ein Kleid,das freilich am längsten dauert, wenn man cs wenig odergar nicht braucht. Schlimm genug, daß die Menschenso im Grund und Boden verdorben sind! Aber waswill man machen? Man kann nicht gegen den Stromschwimmen. (Sie horcht.) Wer schleicht denn draußen?(Laut gegen die Thür.) Julie! bist du's?

Neunter Auftritt.

Julie. Madam Schwalbe.

Julie (mit leichten Schritten und frohem Gesicht). Rie-sen Sie mich, Tantchen?

Mad. Schwalbe. Ich hörte dich schleichen.

Julie (sich im Zimmer umsehend). Sind Sie dennallein? Sic sprachen doch.

Mad. Schwalbe. Ich spreche gern allein. Es wi-derspricht einem da niemand; man ärgert sich nicht.

Julie (scherzend). Aha! ich weiß, auf wen das geht.Sie verstellten sich aber auch so natürlich