Druckschrift 
1 (1822)
Entstehung
Seite
86
Einzelbild herunterladen
 

86

( 2 ?-)

seiner somatischen und ideellen Seit.' nach betrach-ten, Und in dieser Hinsicht dürfen wir sagen, essey die Erscheinungowelt der phyfiognomische Aus-druck, der mimische Akt, die Gebehrde, die Stim-mung des WeltgeisteS.

Es besieht ein durchgehends herrschender Akkordzwischen der Erscheinung am Aeußern und der Stim-mung des Innern. Diesen zu erfassen, mnß unsfreilich mehr ein dunkles Ahnen leiten, als das an-maßende Streben, hier mir apodiktischer Gewißheitin die Nacur und Wesenheit der Dunge zu blicken.Mag immerhin der durch Formel-Wesen und ato-misiische Ansicht Befangne, bei seiner erloschenen in-ner» Regsamkeit, keinen Sinn mehr haben, um je-ner Behauptung bcizusiimmen, so widerlegen sichalle seine aus erstarrter Schulweisheit geschöpftendurch die Erfahrung; denn wer möchtees wohl leugnen, daß der gewandte Weltmann, derpraktische Menschenkenner, die Kunst verstehe, dieHieroglyphik der Physiognomie, des Blickes, desAccentes zu encrathseln?

Abcr .nichc blos das Lebende drückt physiogno-misch die innere Stimmung aus; es findet selbst r»dem sogenannten Anorganischen (besser Suborga-nischen, Pseudoorganischen) ein Analogon vonAusdruck der Innerlichkeit Statt.

Gemeine Arbeiter, die in Behandlung verschie-dener Massen eine gewisse Routine erlangt haben,errathen gewöhnlich insiinkcmäßig, durch bloßes Be-