Druckschrift 
1 (1822)
Entstehung
Seite
16
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AHit einer ganz eigenthümlichen Naivität, wel-che, weit entfernt von dem gleichbenannten Attributeder Kindheit und Unschuld, nur mit einseitiger Schul-weisheit gepaart sich findet, äußerte mir ein großerfranzösischer Geometer, da ich ihm von dem weitenUmfange und den transscendenten Ansichten der teut-schen Philosophie sprach, wie es denn möglichsey, interessante Betrachtungen anzustel-len außerhalb des Gebietes des Äuanti-tätcnverhältnisses, da ja endlich doch Al-les nur auf Quantitätenverhältniß hin-auslaufen könne?

So unbrauchbar, ja selbst nachthcilig^ die ma-thematische Methode bei allen Untersuchungen jenerhohem Erscheinungen wird, wo sich die Sponta--neität des Lebens manifestirt, indem jene Me-thode, ihres sich blos auf eine einzige Ansichtbeschränkenden Wirkungskreises, und ihres ängstlichabgemessenen Ganges willen, dem kühnen Fluge derEinbildungskraft, und den mobilen Regungen desGemüthes, welche zu einer lebendigen Auffassungdes hohem Nanirwaltcns erforderlich sind, nicht fol-gen kann; eben so sehr erscheint die mathematische