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mag, so führt doch ein ernstes und lange fortgesetz-tes Naturstudium endlich zu der innigen Überzeu-gung, daß jenes unendlich Viele, vielleicht dem An-fänger unendlich Vielerlei- erscheinen mögende,zusammengenommcn immer nur ein Einziges bil-de, das dem forschenden und dichtenden Geiste, nem-lich dem mit Verstand, Phantasie und Gefühl indie Namr^dringenden Gemüthe als harmonischesGanzes vorschwebt, woran das Einzelne im Gan-zen, und das Ganze im Einzelnen sich rcflectire.
Nach der weiter oben gegebenen Definition desWortes Natur wird es zwar überflüssig, hier allejene Bedeutungen anzuführen, unter welchen manden Ausdruck Natur gebraucht haben mag, undhiebei jedesmal zu bemerken, daß hier jener Aus-druck nicht in diesem oder jenem Sinne genommenwerde. Allein es besteht eine gewifle noch sehr all-gemein verbreitete Ansicht, die sich auf den AusdruckNatur bezieht, und welche ich mich hier genöthigtsehe, polemisch, wenigstens im Vorübergehen, zu be-handeln, um mich vor einem Vorwurfe sicher zustellen, wenn ich den Ausdruck Natur nicht jenerüeblingsansicht gemäß gebrauche.
Man hat nämlich die Natur der Kunst ent-gegengesetzt, und ist selbst darin so weit gegangen,dasjenige, worin sich die Kunst vorzüglich bestimmtaussprach, als widernatürlich zu erklären.
Aus Achtung für die Allgemeinheit, deren sichdiese Ansicht zu rühmen hat, wollen wir sie nicht