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1 (1822)
Entstehung
Seite
XVI
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lauf haben (ungefähr wie bei einer Wasserleitungdas Wasser sich in seinem Laufe nach den Röhrenrichtet, in denen cs sich bewegt). Laßt sich nichtumgekehrt behaupten, cs bilde sich das Blutsiisiem,die Arterien- und Vcnenwände gerade so und nichtanders, da das Blut, dem übrigen Leben des Thie-res gemäß, sich gerade so und nicht anders bewegenmuß? u. s. w.

So ließen sich nun noch eine Menge sogenanntter (besonders in den Schulen außerhalb Deutschland)ausgemachter Sähe, die man gleichsam schonals Axiome zu betrachten sich bequemes, anführen,deren Evidenz sich jedoch vor der unbefange-nen vorurtheils freien Forschung so ziemlich aufein Nichts reduzirt u. s. w.

Ein Grundzug unserer starren Darstellungendes Naturwaltens, der wahrhaft welken erstorbenenBilder, die wir von dem in reichster Fülle sich ma-nisestirenden Naturleben zu entwerfen uns erkühnen,in denen die conventionelle, die engherzig bindendeRegel zwar sich beurkundet, woraus aber nimmer-mehr des Genius lebenschaffender Geist athmet;ein Grundzug jener in milzsüchtiger Erkiärungssuchcentworfenen Zerrbilder des der Anbetung so würdi-gen, des Sinn-, Herz- und Geist-bezaubernden all-

*) Herr vr. Carus hat diese letztere Ansicht sehr sinnreichentwickelt in Meckels Archiv für Physiologie 1818.Dd. IV. Heft z.