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1 (1822)
Entstehung
Seite
XI
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Einleitung.

XI

jeder lebendigen Beschauung gewaltsam sich hin-wcgwendend, zum bloßen Denker stimmt.

Und in der That, die Geschichte der Wissen-schaften zeigt es zu Genüge, daß gewöhnlich nichtso sehr das reine Wahrheitsgefühl es sey, wel,cheS die Bearbeiter derselben leitet, als vielmehr,eine leidenschaftlich aufgeregte Neugierde, ein hart-näckiger Widerspruchsgeist und eine eitleGlanz sucht; daß eine Theorie die andere ver-nichte, und daß der Gründer neuer Lehren gewöhn-lich mehr dahin sinne, den Priester der Wissenschaftzu Ehren zu bringen, als die Wissenschaft selbst,die oft heuchlerisch sogenannt heilige, das sogenanntHöchste, wahrhaft zu fördern; endlich, daß außerder reinen (wohlgemerkt nur der reinen) Mathe-matik, der Todesstreich den Wissenschaften vorzüglichdadurch verseht ward, daß man, nach einer ganzeignen Grille, dabei bloö das Denkvermögenverwenden wollte, mit Verzichtleistung aus Anwen-dung aller übrigen dem Menschen, zum sinnigen Er-fassen, in Fülle dargebotenen Fakultäten; eineMethode, die eben so zweckwidrig ist, als ob derHandwerker den Vorsatz fassen möchte, von nun anweder Hobel noch Schnitzmesser, noch Hammer, nochBohrer u. s. w. mehr zu verwenden, sondern Allesmittelst z. B. nur der Säge zu verfertigen ").

*) In Eschenmayers Psychologie 1817 wird diesinnreiche Frage ausgestellt:Wenn alle unsere geistigeFunktionen nur einzelne Ausflüsse von der Urkraft