So Hab' ich auf der LebensreiseErspart viel tausend Fledermäuse,
Die sich, gebrütet von der ZeitUnd gepflegt von mir mir Zärtlichkeit,Zum Labsal für mich alten KnabenIn gvldne -Adler verwandelt haben.
Ich steh' nun im Grabe mir einem F-nß,Und weiß, daß der zweite bald folgen muß;Drum schloß ich meine Liebchen festIn dieses Mauer- und Eisennest,
Damit kein Nauber sie ergründeUnd sie kein lockrer Zeisig finde.
O Menschenkind, dem'S noch einst glückt,Daß cS dieß schone Geld erblickt,
Enthalte dich, es zu verschwenden,
Sonst rhu' ich mich in, Grabe wenden ;Doch gönn' ich dir'S, bist du ein Mann,Der so, wie ich, fein sparen kann."
„Nein, Herr Vetter, so kann ich's nicht!" — rief Al-wing nach Lesung des sonderbaren Testaments freudenvollaus. „Ihr vermauerter Schatz ist unter dieser Bedingungan den Unrechten Mann gekommen. Ich war' ein Narr,wenn ich noch mehr hinzu geizte; nein, ich will meineSchulden davon bezahle», und mir von dem Ucbcrrcst einangenehmes Leben verschaffen. Wollen Sie sich dcßwegenim Grabe wenden, wie Sic gedroht haben, so mögenSie's thun; ich denk' aber, Sic werden sich wohl gefal-len lassen, fein still und ruhig zu liegen." —
Hierauf übcrschlug er in Geschwindigkeit den goldncnFund, der gegen zwanzig tausend Thalcr betrug. „AllerEhren wcrth!" rief er aus: „Hätt' ich mir jemals das