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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Alwing. Doch meine Erben. Wenn aber schwarzauf weiß fehlt, denkt meine Frau vielleicht klein genug

Oberster. Nein, »m's Himmels willen, mit dieserXantippe mag ich nichts zu thcilen haben. Du bist mirschon jetzt nichts mehr schuldig.

Alwing. Ich verstehe Sic nicht.

Oberster. Nun so muß ich mich deutlicher erklären.Du verlangtest vor einigen Jahren von mir ein stärkeresKapital, als dir dein Kredit, der auf ziemlich schwachenFüßen stand und wohl noch steht, irgend sonst wo ver-schafft haben würde. Ich gab dir's , aus alter Kamerad-schaft, ohne Widerrede

Alwing. Großmüthigcr Mann!

Oberster. Laß mich ausrcdcn! Ich gab dir's, undbeschloß zugleich, cs nie im Ernst wieder znrückzufordcrn.

Alwing. Sie setzen mich in Erstaunen.

Oberster. Potz Zwischenplappcrci! Ruh' im Ba-taillon !

Alwing. Verzeihung!

Oberster. Du bringst mich immer aus Reih' undGlied ; das kann ich nicht leide». Also, wie gesagt,cs war gleich mein Wille, dir mit den Paar tausend Tha-lern ein Geschenk zu machen. Daß ich mich aber darübernicht erklärte, sondern Zinsen nahm und dich sogar vonZeit zu Zeit mahnte das that ich aus der wohlgcmepn-tcu Absicht, dich dadurch zur Sparsamkeit und guten Wirt-schaft zu spornen. Ich dachte: Wenn der Bursche gleicherfährt, daß er für die Wicdcrbczahlung nicht sorgen darf,so glaubt er, einen Schatz gefunden zu haben, und fängtwieder an zu lockern, wie beim Regimentc. Was mcpnstdu? Hätt' ich recht gehabt?

Alwing. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Der Mensch