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biedercS, mackelloses Herz. Lebten lauter Menschen seinesSchlages, so würden wir schwerlich von großen Thaten,neuen Erfindungen und ausgezeichneten Geisteswerken Ho-ren, aber eben so wenig von Kabalen, unredlichen Pfiffen,Bedrückungen und Revolutionen. Beim Regiment war erder Abgott der Gemeinen. Sic hätten sich für ihn durchFeuer und Fluthen gestürzt, weil er menschlich mit ihnenumging und nicht mit Flüchen und Stockprügeln gegensie wüthcte. Vielen Officiercn hingegen war er — be-sonders in seinen frühcrn Dieustjahren — nicht Lebemanngenug; doch hatten sic Achtung und Furcht vor ihm. unge-achtet er nicht, wie ein händelsüchtiger Krakeeler bei jedergeringen, übereilten Beleidigung mit der Fuchtel hcraus-suhr. Mußt' er sich aber einmal schlagen, so schlug er sichderb; und so stand er auch in den blutigsten Gefechtendes Krieges tüchtig seinen Mann.
Ein so guter Mensch hätte verdient, ein Liebling desGlücks zu scpn; allein er war cs nicht. Sein Vater hin-tcrließ nichts, als einen ehrliche» Namen und ein kleines,mit Schulden beladncs Landgut.
Unser Alwing verband sich im fünfundzwauzigstcn Jahremit einem schönen und guten Mädchen. Sein ehelichesGlück dauerte jedoch nicht lauge. Das erste Wochenbettwar das Sterbelager seiner angebctcten Gattin und eineTochter der Nachlaß ihrer Liebe.
Der Schmerz hat Flügel, wie die Freude. Dieß erfuhrder junge Wittwer nach der einsamen Trauer einiger Mon-den. Er stürzte sich jetzt, um den Gram, der nur nochschwach an seinem Herzen hing, vollends abzustrcifen, indas Getümmel der Welt und besuchte Trink- und Spiel-häuser, die er vorher ganz vermieden hatte. Karten undNaschen wurden ihm bald unentbehrlich. Sie belohnten