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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
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angebrochen, und'mmtlichc Gcrichtspersoncn nebst demGeistlichen traten früh um drei Uhr in sein Gefängniß.Da man aus seiner bisherigen Widersetzlichkeit schließenkonnte, daß er nicht gutwillig zum Nichtplatze gehen würde,so hatte man die Anstalt getroffen, ihn in einem Korbe,den man zu Fortschaffuug kranker Gefangenen brauchte,durch zwei Lazarcthwärtcrinnen dahin tragen zu lassen.Nach wiederholten, jedoch ganz fruchtlosen Bekehrungsvcr-suchcn ward endlich dem Stockmcister befohlen, ihn in denKorb zu legen. Seinen verzwciflnngsvollcn Kampf dage-gen kann man sich denken. Eine Menge handfester Ge-richtsdiener hatte genug zu thun, ihn zu überwältigen undin dem engen Behältnisse zu fesseln. Er ward mit einemschwarzen Leichentuchc bedeckt, und schrie athcmlos darunterhervor:Gewalt, Gewalt!" So trugen zwei alte Weibereinen rüstigen Mann, einen in Schlachten gewesenen Sol-daten durch das Thor, das zum Rabensteinc führt. Manschloß es sogleich hinter dem Zuge, um die Fluth des nach-strömcnden Volkes aufzuhalten.

Die Gcrichtspcrsone» und der Geistliche erwarteten ineinem Hause unfern vom Hochgerichte den Delinquenten.Hier zeigte man ihm aus dem Fenster den Ort, wo erbluten sollte. Da fiel der elende Mensch auf die Knie,und bcthcucrte, daß er taub sep und nicht begreifen könne,warum man ihn durch so viele Gassen hin und her ge-tragen habe.

Hierauf ward er dem Geistlichen allein überlassen, dersich zwei Stunden lang vergebens mit chm quälte. DerVerstockte war nicht zur Deichte zu bringen, sondern ver-langte zwei Tage Zeit, um sei» Gewissen schriftlich zu er-leichtern. Auf die Vorstellung des Geistliche», daß sein