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Fnnfzchntcs Kapitel.
Nachrichten von Alzcfie». — Er findet ein Paar Stiefeln.
Alzcst hatte seit Aurorcns Entführung mehr auf Felsen-kuppen und Baumgipscln, als auf ebener Erde gelebt,um von jenen hohen Warten den Aufenthalt seines Mäd-chens auszuspähen. Alles Forschen war jedoch umsonst.Er fand nirgends die kleinste Spur, und war auch wirk-lich am Morgen des achten Tages, ungeachtet er sich in-dessen rastlos hcrumgctricbcn und bis zum Geripp abge-hetzt hatte, von dem eisernen Thurm, der sein Liebstescinschloß, volle hundert Meilen entfernt.
„O, ihr guten Geister," rief er aus, indem er sich jetztermattet auf die Erde warf, „o, ihr guten Geister, habtihr mich ganz verlassen? Ist keiner von euch so mitleidig,mir Weg und Steg zu meiner' Geliebten zu zeigen?"
Da rauscht cs hinter ihm im Grase, und er glaubteschon den Tritt eines kommende» Schutzgeistcs zu hören.Als er sich aber umsah, ward er nur ein Paar fnnkcl-neue Stiefeln gewahr, die er zuvor nicht gesehen hatte.Sic schienen ganz für seinen Fuß gemacht, und er hieltes deßwegen für das Geschenk eines wohlwollenden Gei-stes, der seinem durch die lange irrende Nittcrfahrt ent-standene» Schuhmangel habe abhclfcn wollen. Im Her-zen dacht' er freilich, sein unbekannter Gönner hätte wohletwas freigebiger sepn können; doch war er klug undgutmüthig genug, auch diese kleine Hülfe nicht zu verachten.