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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
274
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cin Schncckcutänzchcn vor meinen Angen veranstalten kön-nen, je nun, so wcrd' ich nicht eisern scyn, und Ihnenvielleicht über lang oder kur; Ihre Freiheit schenken. Ler-nen aber während dieser Gnadenzeit Ihre Lehrlinge nichts,so machen Sie sich nur gefaßt, selbst zur häßlichsten Schneckezu werden."

Nachdem die Zauberin dieses strenge Urtheil gesprochenhatte, verließ sie Aurorens Gefängniß. Alle Schneckenkrochen, so geschwind sie konnten, in einem Winkel zu-sammen und zogen sich in ihre Häuschen. Die Prinzessincrrieth bald, warum sic sich so ängstlich versteckten undredete sie sanftmüthig an:Fürchtet mich nicht, ihr armenUnglücksgcfährten! Ich will nicht so grausam mit euchverfahren, als unsere Feindin verlangt. Geht ohne Sor-gen aus eucrn Hüttchcn wieder hervor und verlaßt euchdarauf, daß ich nie den geringsten Versuch machen werde,euch zu Ausübung einer Kunst zu zwingen, die cuermgegenwärtigen Körper so wenig angemessen ist. Kommt,kommt! wir wolle», bis uns das Schicksal oder der Toderlöset, als verträgliche Nachbarinnen zusammen leben."

Während dieser Sichcrhcitserklärnng guckten die Schne-cken nach und nach aus ihren Festungen hervor und sam-melten sich um die Prinzessin. Sie vertrieb sich sechsTage lang mit ihnen die Zeit, so gut sie sich in einerlangweiligen Schncckengcsellschaft vertreiben läßt. Unsicht-bare Hände bedienten sie indessen mit Speisen und ihreGespielinnen mit frischem Gras.