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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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so wenig zum Verdienst an, als daß ich ein König binund nie den übermüthigen Tyrannen spielte, sondern meineUnterthanen glücklich zu machen suchte, bis mich folgenderVorfall aus meinem Reiche verbannte:

Ich hatte mich einst auf der Löwenjagd von meinemGefolge verirrt und durchritt den einsamen Forst, um einenAusweg zu finden. Mir begegnete Niemand, als ein altes,grundhäßliches Weib, völlig so gestaltet, wie ich noch vorwenigen Minuten war.

Diese Zwer-gfran drehte sich auf ihrem einzigen Beineso possierlich vor mir herum, daß ich mich unmöglich desLachens enthalten konnte.

Was lacht der junge Herr?" fragte fie spöttisch. Ichwollte nicht gleich mit der Sprache heraus; fie fragtenochmals, und nun antwortete ich: «Ihre Seiltänzer-Ge-schicklichkeit, Madame, belustigt mich. Soll ich denn dar-über weinen, daß Sie mit Einem Fuße besser umzusprin-gen wissen, als tausend andere Menschen mit zweien?"

Ha, Bursche!" fuhr sie mich an und ward feucrrothvor Zorn:Ha, du sollst mich nicht ungestraft verhöhnthaben! Wie war' cs, wenn ich dich auch ein wenig füh-len ließe, wie sich's auf einem Beine geht?"

Ich bat um Verzeihung; aber umsonst. Taub vor Wuth,fluchte sie mir mit schäumendem Munde:Werde zumScheusal, wie ich und bleib' cs so lange, bis dir ein schö-nes Mädchen gesteht, daß sic dich liebe!" Sie berührtemich mit ihrem Stabe; kalte Todcsschauer durchfuhrenmeine Gebeine; ich sank, schon verwandelt, vom Pferdeund erschrack vor mir selbst.

Aurore. Armer Freund, Sie wurden für einen klei-ne» Muthwillen sehr hart bestraft. Mir ist in ihrer wun-