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Aus Ungeduld ward endlich Zorn.
»S)eh'." rief sie, „geh", sonst fühlest du den Sporn!"
Drauf stieß sie ihm die Fersen in die Flanken;
Er knurrrc, statt vom Fleck zu wanken.
Sie klopfre merklicher an seines Bauches Wand;
Er fletschte grimmig seine Fänge,
That einen Sprung, und biß, als sie nach aller Länge
Hin auf den Boden fiel, sie gar noch in die Hand.
Die abgcworfenc Reiterin benetzte die Dielen mit einpaar Thränchen, sprang sodann wieder auf und verwiesdas unfreundliche Thier, das keinen Spaß verstehen wollte,stracks ans dem Zimmer.
Gegen Abend kam Hugo zurück, und erkundigte sich mitmißtrauischer Eilfertigkeit, ob der Bruder Nicolaus dagewesen sep?
„Wohl war er hier;" antwortete Angelika: „Doch ließich ihn abweisen." —
Der Ritter sah sich mit triumphircnder Miene nachseinem Knappen um und raunt' ihm in's Ohr: Siehst du,alter Gcrnklug, daß Verbote helfen?" —
Konrad, der die Verdrehung seines erhaltenen Auftragsverschwiegen hatte, zuckte über dieses Mißverständnis; lä-chelnd die Achseln.
Als sich hierauf der Ritter wieder zu seiner Gemahlinkehrte, ward er erst gewahr, daß sie um die linke Handeine Binde trug. Er fragte sogleich nach der Ursache.
„Moloß hat mich gebissen!" sprach Angelika: „und Ihr,Herr Ritter, scpd Schuld!" setzte sie schmollend hinzu.
„Ich?" — rief Hugo.
„Niemand, als Ihr!" erwiederte seine Gemahlin : „Hät-tet Ihr mir nicht durch Konraden verbieten lassen, aufdem tückischen Hunde zu reiten, so wäre mir der tolleStreich zeitlebens nicht in den Sinn gekommen" —