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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Leih, die Gemahlin des Schultheißen, saß jedoch daheimvor der Hausthur und hatte gerade ihr empfindsamesStündchen.

Ihre Gedanken.

Von Sehnsucht belebt,Waren den SchrankenDer <rrd' entschwebt.

Sie schwärmte damit in den Gefilden jenseits des Gra-bes , um dort den geliebten Geist ihres ersten, vor unge-fähr zwölf Monden verstorbenen Mannes zu besuchen, denfic, zum Aergerniß ihres zweiten Bcttgcnosscn, nimmervergessen konnte. Sic war übrigens, wohl zu merken,ein wenig dumm und ein wenig taub.

Der Emigrant cröffnctc sein Gesuch bei ihr in kandcr-walschcm Deutsch; denn Noth lehrt nicht allein beten, son-dern jetzt auch manchen Franzmann die sonst verachteteSprache Gcrmanicns wenigstens radebrechen.

Frau Elsbcth fragte sanstmüthig:Woher des Landes,mein Freund?"

Der Lndwigsrittcr antwortete:Aus Paris."

Aus dem Paradies?" rief die blödsinnige, hart hö-rende Bäuerin, und starrte den Ritter an.Aus demParadies?" wiederholte sic staunend.

Gerades Weges daher!" versetzte der Franzose, derzwar Glück und Wohlstand in seinem stürmischen Vater-landc znrückgelasscn, die dort einheimische Leichtfertigkeitaber mit über die Gränze genommen hatte, und dahersogleich beschloß, das seltsame Mißverständniß entwederblos zum Scherz oder allenfalls auch zu ernsthaften Vor-theilcn zu nutzen.

Aus dem Paradiese?" fragte zum dritten Male