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„Fragcn Sie doch nicht! Sie wissen lange, woher derWind bläst. Ich weiß cs auch." —
„Nun, was weißt du denn?" —
„Daß Sie dem Sccrctair Horst, dem mein Geld uudmein Mädchen ins Auge sticht, die Brücke treten wollen."
„Zwei Wahrheiten und — mit Erlaubniß — eine Lüge.Es ist wahr, daß ich dem guten Jungen versprochen habe,für ihn ein Wörtchen zu reden; cs ist ferner wahr, daßer Julianen liebt; aber ganz falsch ist dein Verdacht, daßer um deine Gcldsäcke buhle." —
„Dem sey, wie ihm wolle. Zum Tanzen gehört mehr,als ein Paar neue Schuhe zu haben, uud zum Heirathenund Haushalten mehr, als Liebelei." —
„Mit einer mäßigen Aussteuer müßtest du freilich Her-ausrücken." —
„Da liegt der Hund begraben." —
„Versteh' mich nur recht! Ich mcpnc blos ein paar tau-send Thälcrchcn vor der Hand." —
„Das ist leicht gesagt. Ich wollte sie auch mit Freudengeben, wenn Horst Vermögen oder eine Bedienung miterklecklichen Einkünften hätte; denn um einen Lachs zufangen, verliert man gern einen Angelhaken. Das guteSecrctairchcn heißt aber noch Urben, uud ist weder ge-reichen, noch verdorben. Für einen Schwiegersohn Habe-nichts, den ich füttern muß, bedank' ich mich. Wer einenSperling theuer bezahlt, muß einen Vogel sehr nothwcn-dig brauchen." —
„Hum! Junge Männer, wie Horst, sind unter denMenschen nicht so gemein, als die Spatzc unter den Vö-geln." —
„Wenn auch; ich kann nichts cntrathen. Wer seinen