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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
164
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-<>§ 16 4

Fragcn Sie doch nicht! Sie wissen lange, woher derWind bläst. Ich weiß cs auch."

Nun, was weißt du denn?"

Daß Sie dem Sccrctair Horst, dem mein Geld uudmein Mädchen ins Auge sticht, die Brücke treten wollen."

Zwei Wahrheiten und mit Erlaubniß eine Lüge.Es ist wahr, daß ich dem guten Jungen versprochen habe,für ihn ein Wörtchen zu reden; cs ist ferner wahr, daßer Julianen liebt; aber ganz falsch ist dein Verdacht, daßer um deine Gcldsäcke buhle."

Dem sey, wie ihm wolle. Zum Tanzen gehört mehr,als ein Paar neue Schuhe zu haben, uud zum Heirathenund Haushalten mehr, als Liebelei."

Mit einer mäßigen Aussteuer müßtest du freilich Her-ausrücken."

Da liegt der Hund begraben."

Versteh' mich nur recht! Ich mcpnc blos ein paar tau-send Thälcrchcn vor der Hand."

Das ist leicht gesagt. Ich wollte sie auch mit Freudengeben, wenn Horst Vermögen oder eine Bedienung miterklecklichen Einkünften hätte; denn um einen Lachs zufangen, verliert man gern einen Angelhaken. Das guteSecrctairchcn heißt aber noch Urben, uud ist weder ge-reichen, noch verdorben. Für einen Schwiegersohn Habe-nichts, den ich füttern muß, bedank' ich mich. Wer einenSperling theuer bezahlt, muß einen Vogel sehr nothwcn-dig brauchen."

Hum! Junge Männer, wie Horst, sind unter denMenschen nicht so gemein, als die Spatzc unter den Vö-geln."

Wenn auch; ich kann nichts cntrathen. Wer seinen