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sches Leben gewährte, so müßte dennoch diese einzige ekel-hafte Widrigkeit jedem tugendhaften Frauenzimmer dasTheater in eine Hölle verwandeln! —
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Mariane saß in tiefes Nachdenken versunken. Oswaldschwieg, um ihre Seele mit sich selbst auskämpfen zu las-sen. Er hatte die beste Hoffnung, daß die Wahrheit sei-ner herzlichen Vorstellungen obsiegen würde; allein plötz-lich brach seine Freundin in Thronen aus, rang die Händeund schluchzte: „O ich Unglückliche! So sind denn überallAbgründe, wohin ich sehe? — Und doch — so schrecklichSie ihn auch schildern — doch muß ich mich in den, dervor mir liegt, stürzen! — Alle Gefahren, die mich dorterwarten, kann ich vielleicht durch Standhaftigkeit über-winden; allein dem Hungcrtode, der hier hinter mir lauert,zu entgehen, wäre länger unmöglich. Nun, Oswald, sa-gen Sie selbst, ob cs nicht rühmlicher ist, mit Widerwär-tigkeiten muthvoll zu ringen, als sich still und stumm, wierin Schaaf auf der Schlachtbank, dem Verderben Preiszu geben? — Mein Schritt auf das Theater ist daher festund unwiderruflich beschlossen. Versuchen Sic nicht wei-ter , mich davon zurückzuhaltcn. Erweisen Sie mir viel-mehr die Freundschaft, mir bei einer anständigen Gesellschafteinen schicklichen Platz zu verschaffen." —
„Nun wohlan!" erwicderte Oswald: „Ich habe, alsFreund, das Mcinige gethan; ich bin unschuldig, wen»Sic über kurz oder lang diesen Schritt bereuen. Mirahnet Unglück. Wär' es auch nur, daß an Ihnen wahrwürde, was Hamlet zu Ophelien sagt: Sep so keusch,wie EiS, so rein, wie Schnee, du wirst doch der Ver-