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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
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sches Leben gewährte, so müßte dennoch diese einzige ekel-hafte Widrigkeit jedem tugendhaften Frauenzimmer dasTheater in eine Hölle verwandeln!

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Mariane saß in tiefes Nachdenken versunken. Oswaldschwieg, um ihre Seele mit sich selbst auskämpfen zu las-sen. Er hatte die beste Hoffnung, daß die Wahrheit sei-ner herzlichen Vorstellungen obsiegen würde; allein plötz-lich brach seine Freundin in Thronen aus, rang die Händeund schluchzte:O ich Unglückliche! So sind denn überallAbgründe, wohin ich sehe? Und doch so schrecklichSie ihn auch schildern doch muß ich mich in den, dervor mir liegt, stürzen! Alle Gefahren, die mich dorterwarten, kann ich vielleicht durch Standhaftigkeit über-winden; allein dem Hungcrtode, der hier hinter mir lauert,zu entgehen, wäre länger unmöglich. Nun, Oswald, sa-gen Sie selbst, ob cs nicht rühmlicher ist, mit Widerwär-tigkeiten muthvoll zu ringen, als sich still und stumm, wierin Schaaf auf der Schlachtbank, dem Verderben Preiszu geben? Mein Schritt auf das Theater ist daher festund unwiderruflich beschlossen. Versuchen Sic nicht wei-ter , mich davon zurückzuhaltcn. Erweisen Sie mir viel-mehr die Freundschaft, mir bei einer anständigen Gesellschafteinen schicklichen Platz zu verschaffen."

Nun wohlan!" erwicderte Oswald:Ich habe, alsFreund, das Mcinige gethan; ich bin unschuldig, wen»Sic über kurz oder lang diesen Schritt bereuen. Mirahnet Unglück. Wär' es auch nur, daß an Ihnen wahrwürde, was Hamlet zu Ophelien sagt: Sep so keusch,wie EiS, so rein, wie Schnee, du wirst doch der Ver-