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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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gcscholten. Der gute Mann ließ sich durch dieses Geschwätznicht irren. Er wußte wohl, was und warum er es that.

Es war seiner Beobachtung nicht entgangen, daß Blankund Mariane nicht allein ans der Buhne zärtliche Austrittezusammen spielten, sondern ihre Nolle» auch außerhalbdes Theaters sortsctzten. Beide gestanden ihm ihre gegen-seitige Liebe auf seine erste Frage. Er betrachtete nunden Jüngling als seinen Sohn, den er nicht darben lassenkonnte. Dieses Familienverhältniß wurde nach und nachder ganzen Stadt bekannt; und oft, wenn die Liebendensich tm letzten Akt eines Schauspiels nach mancherlei über-standenen Hindernissen die Hände reichten, flüsterten sichdie Zuschauer ins Ohr:Die jungen Leute spielen sooft Braut und Bräutigam und Mann und Frau, daßwohl endlich einmal Ernst daraus werden wird."

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Diese Prophezcihung ward nicht erfüllt. Ein plötzlicherSchlagfluß tödtete den ehrlichen Richard in den Armenseiner verzweiflungsvollen Tochter. Herr Blank sah kaumdie wohlthätige Hand erstarrt, die ihn bisher so väterlichunterstützt hatte, als sich auch sofort sein Benehmen gegenMarianen veränderte. Er sprach zwar anfangs noch vonLiebe; jedoch sehr sparsam, sehr kalt und sehr vorsichtig.Nach und nach vermied er die entfernteste Beziehung dar-auf. Desto verschwenderischer ward er nun mit Versiche-rungen seiner Freundschaft. So allmählig zerriß der Un-dankbare das Band der vorigen Vertraulichkeit, bis aufeinige dünne Faden, die er nur noch so lange schonte,bis sich aus der Untersuchung der Richard'schen Verlassen-