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Fünfzehntes Kapitel.
Die Gesungene» setzen sich in Freiheit, »nd der Held desNnches stirbt, indem er sich in den glücklichsten Umstän-den befindet.
Herr Simpel ward in seiner Kriegsgefangenschaft nichtübel behandelt. Der Müller und seine Leute pflegten zwarsonst mit Gesellen seines Schlages wenig Komplimentezu machen; aber gegen ihn, der sich unter so seltsamenUmständen bei ihnen eingefunden hatte, empfanden sie einegewisse scheue Achtung, und erwiesen ihm alle Höflichkei-ten, die er seiner Natur nach erwarten konnte. Er be-wohnte, von den übrigen gemeinen Eseln abgesondert,einen eigenen reinlichen Stall, ward gut genährt und ge-pflegt und mit aller Arbeit verschont. Auch die Gesell-schaft seines lustigen Mitgefangenen, der sich im ganzenHause beliebt machte, entz'dg man ihm nicht. Sic unter-hielten sich aber, wenn Menschen dabei waren, nur durchstumme Zeichen mit einander, verriethcn ihren Rang undStand in der Thierwelt auf keine Weise, und beobachte-ten also, mit Einem Wo te, ein strenges Inkognito.
Der Graue war über seinen Unstern sehr niedergeschla-gen, sah Stundenlang in düstern Gedanken auf seine Hals-kette und seufzte nach dem Tode. „Ei, nicht doch!" sagte