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So war die Musterung geschehen, und sämmtliche Trup-pen erhielten Ordre, des folgenden Tages vor Sonnen-aufgang in Schlachtordnung zu stehen.
Als sich Herr Simpel hierauf in seine Burg zurückbe-gebcn hatte, ward er mit Einem Male klciumüthig, unddas Herz schien ihm ganz entfallen zu sepn. Er bemühtesich zwar, ein munteres, heldenhaftes Ansehen zu erzwin-gen; wenn er sich aber bisweilen vergaß, ließ er den Kopfzur Erde sinken und stieß klägliche Seufzer aus.
Da dieß Schalkwitz bemerkte, stand er in Sorgen, dieFeigheit des Königs möchte so weit überhand nehmen, daßder Eselskricg zuletzt ganz unterbliebe. Er war deßhalbauf Herzstärkungen bedacht. „Die Natur," sprach er, „han-delte gegen Ew. Hoheit etwas stiefmütterlich, indem sieEuch waffenlos in die Welt schickte; doch betrübt Euchdarüber nicht! Ich kenne Mittel, diese Knickerei zu ver-bessern und Euch furchtbar und unverletzlich zu machen.Jenes bewirken wir durch die Haut Eures königlichenVorfahrs, die, wie Euch bekannt ist, ausgestopft und alsStatüe aufgestellt werden sollte, doch bis jetzt noch unge-braucht in der Rüstkammer hängt. Hüllet Euch in diesesschrcckbare Gewand, schreitet den Feinden kühn entgegen,und die feigen Memmen werden fliehen, als erblickten sieein Gespenst! An Wunden ist also gar nicht zu denken.Doch wollen wir uns auch gegen die entfernteste und un-wahrscheinlichste Möglichkeit sichern. Hier paßt das Sprich-wort:
Reicht Löwenhaut nicht zu — wohlan,
So näht ein Strcifchen Fuchsbalg trau!
Wir wollen also — aber warum mcßt Ihr mich mitso großen Augen? — Ihr scheint den alten Reim allzuLangbein'« säinmil. Sehr. XI. Bb. 32