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doch nicht länger als fünf Minuten. Dann schwieg sieplötzlich, weil sie sah, daß der hohe Schiedsrichter einge-schlummcrt war.
Das Chor des Guckgucks gönnte ihm aber seine sanfteRuhe nicht lange, sondern weckte ihn durch eine rauschendeMusik, die von Enten, Krähen, Eulen, Pfauen, Hähnen,Spaßen und mehrern Tonkünstlern dieses Schlages aus-geführt ward.
Dieß Tutti gefiel dem guten Tropf.
Er nilegte behaglich seinen Kopf,
Und ließ ihr Schnattern, Heulen und Kräh» -Die längste Weil' in Gnaden geschehn.
Der Guckguck hieß sie endlich schweigen,
U», seine Kunst allein zu zeigen,
Und sang «ein tzicblein auf ein Haar,
Wie ihm der Schnabel gewachten war.
Der SckliedSmaun zog ein weises Gesicht,
Trotz einem Herrn vom Kuustgericht,
Und rief am Ende wichiig aus:
„Das war ein herrlicher Ohrenschmaus!
Die Nachtigall tann eS im SingenWohl mit der Zeit auch hoher bringen,lind singt schon jetzt ganz angenehm;
Allein sie macht sich'S zu begucm.
Sie kauderwältcht bald laut, bald leite.
Und bleibt nicht in des Takts Geleise.
Ich fand in ibrem künstlichen TandMit Einem Worte nicht viel Verstand.
Der Guckguck aber ist mein Mann!
Er singt, daß man'S begreifen kann,
Hält sich von falschen Tönen frei,lind fällt nicht aus der Melodei.
Darum entscheid' ich von Rechts wegen.
Daß er im Wettstreit obgelegen." —