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freilich ein bitterböses Gesicht »nd ließ harte Worte fal-len; doch war cr so vernünftig, keinen fruchtlosen Lärmzu machen. Zn aller Stille fuhr er nach der Stadt, woder Dampfkessel Herkommen sollte. Er wollte diesen nichtholen, sondern die fehlende Summe von wohlhabendenFreunden entlehnen.
Dort angekommen, ging er zunächst nach dem Polizei-amtc, und erkundigte sich, ob vor fünf Wochen ein ge-wisser Aristodcmus in der Stadt cingetroffcn scp.Aber man wußte nichts von ihm. Verdrießlich setzte sichder Bürgermeister in dem Gasthofc, wo er eingckehrt war,zum Mittagscfsen an die Wirthstafel. In seiner Nähesaß ein zierlich gekleideter junger Mann, der seinen Nach-barn erzählte: er habe neulich der Bürgermeisterin inFrauenfeld, einer alten, arbcitschenen Zierpuppe, eineDampfmaschine versprochen, die kochen, waschen, nähenund stricken könne, und die einfältige Frau warte mitSchmerzen darauf. Das Kleeblatt lachte herzlich. Indes-sen stand der Bürgermeister auf, ging in die Nebenstubezum Wirth und fragte ihn, wer dieser Mensch scp. „Erwohnt bei mir, nennt sich von Thalburg und läßt vielGeld aufgehcn;" war die Antwort. „So Hab' ich ihnverkannt," sprach der Bürgermeister mit scheinbarer Gleich-gültigkeit. Er ging aber bald nachher aus und holte einenPolizeidicncr, den er einstweilen in seiner Stube verbarg.
Nach Tische begab sich der sogenannte Herr von Thal-burg in sein Zimmer. Der Bürgermeister folgte ihm,stellte den Polizcidicner an die Thür, klopfte an und sagtebeim Eintritt: „Hab' ich die Ehre, den Herrn Aristode-mus zn sprechen?"
Erschrocken und bleich antwortete Jener: „Der bin ichnicht."