XIV.
Der kleine Held und sein Glück.
In Hindostan lebte vor alte» Zeit-» ein gewaltigerRiese, der sich mit Menschenfleisch nährte. Er war finsterund gräßlich von Angesicht, hatte rothes, borstiges Haar,und weit ans dem Munde hervorstehende Zähne, dieSchwertern glichen.
In der Stadt, wo er haus'te, schuf er sich eine Woh-nung aus Felsenwänden, die er in fernen Gebirgen mitLeichtigkeit losbrach, auf dem Rücken hinwegtrng, undspielend, wie ein Kind sein Kartenhaus Laut, zu einergroßen Burg zusammensetzte. Darin schlief er den gan-zen Tag, und man freute sich, wenn man in einem wei-ten Umkreise das Schnauben seiner Nase horte, weil mandadurch überzeugt ward, daß er seinen Magen auf vierund zwanzig Stunde» versorgt hatte.
Es war dem trägen Unhold zu unbequem, wie einhungriger Tiger auf den Raub auszugehen, und daserste, beste Menschlein, das ihm in den Wurf kam, anzu-sallen und zu zerreißen. Er hatte in seiner Residenzstadtdie Einrichtung getroffen, daß man ihm täglich einen er-wachsenen Menschen oder zwei Kinder in den Rachen lie-