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Glauben zu verschaffen, selbst durchlöchert, und zeigte ihnallenthalben vor. Es gelang ihm auch an den meistenOrten, sein Mährchen geltend zu machen.
Nach dieser Vorbereitung lauerte er seinem Nebenbuh-ler auf, der gewöhnlich des Sonntags in den Abendstun-den mit seiner Verlobten am Saume des Waldes spazie-ren ging. Die Liebende» erschienen; Philipp erwartetesie hinter dichtem Waldgebüsch, und jagte dem armenJüngling eine Kugel ins Herz. Der Unglückliche stürztenieder und verschied.
Hannchen flog fast sinnlos nach dem Dorfe und riefum Hülfe. Indessen eilte der Mörder heim, schlich durchdie Hintcrthür ins Haus, versteckte die Kugclbüchse imHofe, lief in seine Kammer, entkleidete sich schnell, undging dann, scheinbar ruhig, in die Wohnstube, wo sichseine Aeltern befanden. Der Vater fragte ihn, ob er imWalde gewesen. Er sagte Nein, und gab vor: er habe,weil er sich unwohl gefühlt, in seiner Kammer geschlummert.
Während der Zeit ward Lärm im Dorfe. Man trugden Ermordeten ins väterliche Haus. Ein Wundarztmachte vergebliche Versuche, noch eine Lebensspur in ihmzu finden. Jedermann war über die Meuchclthat empört.Man ricth her und hin, wer sie verübt haben möge. Ei-nige der Anwesenden, die Philipps Lüge von umherstreifenden Wildschützen für baarc Münze angenommenhatten, glaubten und behaupteten: Joachim sep von der-gleichen Gesindel für einen Jäger angesehen und erschos-sen worden. Andere aber, die den wahren Thätcr errie-then, schüttelten ungläubig den Kopf, ohne jedoch ihreGedanken auszusprcchcn. Auch der Pfarrer, der jetzt insTrauerhaus trat, erinnerte sich sogleich, daß Philippschon vor zehn Jahren einen tödtlichen Haß gegen Joa-