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7 (1847) Neue Talismane. Vacuna. Der graue König : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
327
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götzlich, Tauben zu würgen, und ruhte nicht eher, bis ihmseine Mutter, wenn sie mit diesem Geflügel den Tisch be-setzen wollte, das blutige Geschäft überließ. Da aberseine Hände noch nicht die nöthigc Kraft dazu hatten, sowurden die armen Thiere langsam zu Tode gefoltert. Dieeinfältige Mutter stand ruhig dabei und belächelte dieAnstrengungen des kleinen Henkers-

Als er einige Jahre älter war, spießte er gefangeneJnsccten an die Stubenthür und belustigte sich an ihrentagelangcn Todesqualen. Sangvögcln schnitt er die Zun-gen aus. Sperlinge warf er, nach gestutzten Flügeln, denKatzen vor, denen er zu anderer Zeit Schuhe von Nuß-schalen aupichte und sic dann mit Hunden hetzte. DieseKnechte seiner Grausamkeit wurden aber auch übel belohnt.Er brauchte sie zu Reitpferden, und schlug und sporntesie beinahe todt, wenn sie ihn nicht zu tragen vermochten.

Im Dorfe warf er sich zum Häuptling der Bauerkna-ben auf, und wehe dem, der ihn zu beleidigen wagte.Joachim, ein lebhafter Junge, empörte sich gegen ihn,und vergriff sich an seiner Hoheit mit einer Ohrfeige.Durch dieses Majestätsverbrechen fiel er in schwere Un-gnade. Philipp beschloß blutige Rache.

Einsmals, da sein Vater nicht zu Hause war, nahmer eine mit Schrot geladene Flinte, schlich in den Waldund lauerte auf seinen Feind, der nicht weit davon wohnte.Eben trat dieser aus der väterlichen Hütte, und Philippzielte schon nach ihm, als der Pfarrer des Weges kamund den Flintenlauf aus niederm Gesträuch hervorblinkensah. Der Bube zog daS Gewehr schnell zurück, als erden Geistlichen erblickte. Dieser aber drang ins Gebüsch,ergriff ihn und fragte, wen er auf dem Korne gehabthabe.Einen bösen Hund, der mich vor ein paar Tagen