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Da der müßige Ritter auch bisweilen zu andern Zeitenfrüh ausflog, so fiel ihr das nicht auf, und sie freute sichder schönen Gelegenheit, den Spaziergang in den Enten-pfuhl unbemerkt machen zu können. Sie sah ihrem Ge-mahl, der auf der Landstraße seinen Gaul wacker ausgrei-fcn ließ, so lange nach, bis er ihren Augen verschwand.Dann kleidete sie sich geschwind, und schlich mit leisenTritten durch das Hinterpförtchen der Burg an den Sumpf.Er lachte sie ordentlich an. Sie blickte scheu umher, obsie beobachtet werde. Kein Lauscher war sichtbar. Schnellentledigte sie sich ihrer Fußbekleidung, schritt mit aufge-schürztem Rocke herzhaft in den Morast, wandelte darinherum, und vergnügte sich daran, daß der Alabaster ihrerHaut gegen den schwarzen Schmutz so leuchtend abstach.
„Gefangen! gefangen!" rief der Ritter, der aus einemnahen Gebüsche lachend hervorsprengte. Sie erschrack,und verhüllte vor Scham ihr Gesicht. „Sieh!" fuhr erfort: „Auch Dir mangelt die edle Festigkeit, dem Gelüstenach verbotenen Dingen kräftig zu widerstehen. Komm,zahle die verlorene Wette, und werde durch Schaden klug!"