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eisernen Geldkasten, untersuchte die vorhandenen Schätze,und setzte sich sogar schon vorläufig in den Besitz einigerkostbaren Ringe, die ihm besonders gefielen.
Bei dem Begräbnisse folgte er, als Mathildens Verlob-ter, der Leiche zunächst, und gab sich das Ansehen, als ob erhinter dem vorgehaltenen Tuche bitterlich weine. Der Sargward von ehrsamen Burgern getragen. Der Weg führte übereinen Platz, wo zwei Gaffen in gleicher Richtung nachdem Kirchhofe führten. Hier fragten die Träger einander:«Wenden wir uns rechts oder links?" Da rief schauerlichdie wohlbekannte Stimme des Todtcn: „Tragt michrechts, wo ich immer zu Weine ging!" — Einungeheures Schrecken ergriff alle, die es hörten. DieTräger warfen den Sarg von den Schultern und flohenüber Hals und Kopf sammt dem ganzen schwarzen Ge-folge. Nur Diethard, der Held, wankte nicht. Dochin der nächsten Minute riß er ebenfalls aus, weil er mitEntsetzen sah, daß sich der Todte im Sarge erhob undmit großen Augen umherblickte.
Hermann, der sich in Trauerkleidung dem Zuge an-geschlosscn hatte, eilte herbei, um dem Manne beizustchen,der ihn ein halbes Jahr zuvor aus seinem Hause verstieß.Bert hold sah ihn starr an und fragte, was mit ihmvorgegangen. Der Jüngling antwortete: man habe ihnfür todt gehalten und begraben wollen; aber eine der sei-nigen ganz ähnliche Stimme habe durch den Ruf: Tragtmich rechts, wo ich immer zu Weine ging! dieLeichcnträger dermaßen erschreckt, daß sic den Sarg aufdie Straße geworfen.
„Ich war's — ich sprach die Worte der Rettung!" schrieDiethard, der aus einem nahen Hause, wo er auf derLauer gestanden, eiligst hervorsprang. „Die dummen Teu-fel," fuhr er lachend fort, „glaubten, Sie selbst ließen sich