-->Z> 287 -Z»
der Elephantenwirth, der eben, mit einem Matte Papierin der Hand, ins Zimmer trat.
„Was wollen Sie?" sagte der Bürgermeister verdrieß-lich. „Hier werden keine Geschäfte mehr gemacht."
„Mit gütiger Ausnahme des meinigcn!" antwortete derWirth. „Es ist mir nämlich zu Ohren gekommen, daßDero löbliche spartanische Tischgesellschaft, die ich zu bedie-nen die Ehre hatte, sich auflösen will. Darum bin ich sofrei, um gefällige Berichtigung der ausgelaufenen Zchr-kostcn gchorsamst zu bitten."
„Die haben Sie von unfern Frauen zu federn;" sagteder Bürgermeister.
„Das wäre was Neues!" riefseine Gattin. „DerMannernährt die Frau; das versteht sich am Rande. Die Her-ren werden also geruhen, ihre Antheile für sich und unszu bezahlen."
Da erhoben die Männer ein allgemeines Geschrei, undverwünschten jeden Bissen, den sie, von Fraucnlist hintcr-gangen, im Gasthofe genossen hatten. Nur der Doctorsaß in einein Winkel und lachte weidlich.
Der Bürgermeister nahm endlich dem Wirthc die Rech-nung aus der Hand und las laut: „Für siebentägige Be-wirthung mit vier Schüsseln, Wein und Kaffee, und zwei-tägige Speisung mit Hausmannkost, zahlet jedes hochver-ehrte Ehepaar fünfzehn Reichsthaler. Herr Blei-mann aber, der täglich drei für ihn bestellte Portionenmit eigenem Munde genossen, hat zehn Thaler mehrzu entrichten."
„Mich rührt der Schlag!" rief der Dicke; aber niemandhörte darauf. Die klebrigen zankten heftig mit ihren Frauen,stampften mit den Füßen, schlugen auf den Tisch, und