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wohl scpn, wenn ich ohne Gefahr hier sitzen und tüchtigcinhauen kann."
Der stammhaste Großvater kam; Herr Blei mannnahm vergnügt davon Besitz und ließ sich seinen Tellerdrei Mal mit Suppe füllen.
Die Hast eines gierigen Essers ist kein ergötzlicher An-blick; doch bei weitem ekelhafter war hier des alten Hunde-narren, des Stadtrichtcrs, brüderliche Suppentheilung mitseinem zottigen Tischnachbar. Hatte der Herr einen Löf-fel voll genossen, so bekam der Pudel den zweiten, undso fort.
„Gib Acht, Pudel, daß dich dein Herr nicht bevortheilt!"sagte der Doktor. „Gleiche Brüder gleiche Kappen!"
Der Sachwalter war bescheiden genug, sich währenddes Gelöffels (wie ein Deutschling die ursprünglichfranzösische Suppe dolmetschen könnte) des Schmauchenszu enthalten. Als er aber seinen flüssigen Antheil ver-zehrt hatte, rief er nach Licht, setzte seine Pfeife in Brand,und die Rosen und Veilchen begannen zu duften. Grim-mig fuhr er seine Frau an: „Was hast du mir in denBeutel gehext?" Ehe noch die Zagende antworten konnte,bekannte die Bürgermeisterin, daß sie den Tausch veran-laßt habe, und ersuchte den finstern Sachwalter, sich desallerliebsten Hoftabaks gefälligst zu bedienen. Er aberpolterte die Antwort: er gebe sich mit Hofsüßeleien nichtab, und sein Landknastcr rieche tausendmal besser. Diesenmußte die Fra» schleunig herbeischaffcn. Indessen ließ erein großes Becken mit glühenden Kohlen bringen, schütteteden ganzen Blumentabak darauf, und verursachte dadurcheinen so unmäßigen Dampf, daß Fenster und Thürenanfgeriffcn werden mußten.