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stand versetzt werden. Hören Sie nur!" Sie begannhierauf Folgendes aus dem Anzeiger zu lesen:
„„Die Spartaner hatten ihre gemeinschaftlichen Speisc-anstalten.""
„Die Spartaner?" fiel die Bürgermeisterin ein. „Wasfind das für Menschen?" Ich hörte bei Hofe kein Wortvon ihnen. — Doch halt! da Hab' ich's! Das find ver-muthlich die Leute, welche die Spartcriehüte verfertigten,die im vorigen Jahre so stark in der Refidenz getragenwurden. Selbst meine Prinzessen" —
„Trug einen!" ergänzte Madame Heuberg geschwindund etwas verdrießlich. „Jetzt, liebste Frau Gevatterin,haben wir's mit unseren Herrn AristodemuS zu thun.Er schreibt weiter: „„Die Sache ist in ökonomischer Hin-ficht nicht unwichtig. Unsere Hausfrauen mittleren Stan-des müssen zwei Drittthcilc des Tages mit Kochzuberei-tungen in der Köche hinbringen. Jede kocht für ihre Fa-nnie, während die Kochern für zehn nicht mehr Müheund nicht mehr Zeit erfordern würde. Und welche Er-sparung an Holz! Wie bequem wäre cs für unsere Frauen,wenn sich, besonders in unfern Städten, ganze Familienzn gemeinsamer Speisung mit einfacher, aber nahrhafterKost vereinigten."" —
„Der wackere Mann hat im Ganzen Recht!" sagte dieBürgermeisterin. „Nur darin hat er Unrecht, daß er bloßvon Hausfrauen mittleren Standes spricht. Ich, zumBeispiel, bin die erste und vornehmste Dame des Orts,bin hier, was die regierende Fürstin in der Refidenz ist,und dennoch muß ich täglich in der Küche schalten undwalten, um dem Leckermaule meines Herrn Gemahls et-was Gutes aufzutischen. Bei Hofe macht' ich mir keinen