nicht öffentlich zusammen zu kommen, sondern in Fer-dinands Stübchen an pappenen Kunstwerken zu arbeiten.
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Der Absagebrief.
In der Frühe des folgenden Tages erhielt Luise vonHedwig ein Briefchen voll scharfer Verweise, daß siesich nicht schäme, mit dem Sohne eines gefangenen Land-streichers öffentlich umzugehen, und sich dadurch der Ach-tung aller Leute von Stande unwürdig zu machen. Ichselbst, fuhr sie fort, fühle meine Zuneigung, die ich bis-her gegen Sie hegte, ganz erkaltet, und finde mich daherbewogen. Ihnen meine Freundschaft hiermit förmlich auf-zukündigen.
Diesen schwerfälligen Absagebrief hatte der Amtsverwal-ter versaßt und Hedwig ins Reine geschrieben. Dascrrieth Ferdinand sogleich, als ihm Luise das Blattzeigte. Er lachte über den so abgeschmackt sich sprechendenStolz und sagte: „Nun, wie es in den Wald hineinschallte, soll cs wieder heraus schallen!" Er setzte dannin der trockensten Gerichtssprache, die ihm durch Aktenle-sen geläufig worden war, eine Antwort in LuisensNamen auf, worin sie erklärte: daß sie die ihr zugefer-tigte Aufkündigung mit Vergnügen annchme und erwie-dere, indem ihr an der wetterwendischen Freundschaft einesalbernen Gänschens gar nichts gelegen sep.
Diesen Briefwechsel verschwiegen die Geschwister ihremFreunde Heinrich, um ihn der Kränkung, die er dabeiempfunden hätte, zu Lberheben.
Vor des Amtsverwalters Verrath waren sie vor derHand sicher, weil ihr Vater bei Anbruch des Tages eine