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um ihn. Auf Falkner's Gute herrschte in der Küche einvornehmer Koch, den man aus der Residenz in einer Car-rosse geholt hatte. Mit ihm war ein sinnreicher Tafelde-cker gekommen. Kurz, Wirth und Gäste bestrebten sich,in ihrer ganzen Pracht zu erscheinen. Das eigensinnigeWetter aber that gerade das Gegenthcil und zeigte sichvon der häßlichsten Seite. Es regnete, schneite und ha-gelte durch einander. Man jagte nicht gern einen Hundvor die Thür. — Welche «schreckliche Verlegenheit für dieeingeladene» Damen und Herren! Falkners Gut lag eineViertclmcile von der Stadt, und in diesem kleinen Nestegab es keinen Miethwagcn. Der Braut Vater war dereinzige Besitzer einer alten, bedeckten und geräumigen Fa-milicnkutsche. Er hatte die Großmuth, sie den Damenanzubicten. Man berechnete, daß sie sämmtlich — wennsie sich etwas enge, wie zu Markte reisende Gänse, zu-sammendrängten — mit sechs Fuhren an Ort und Stellesepn würden. Die Herren verabredeten, in Stiefeln undUcberröckcn zu wandern und ihre festlichen Kleider in Bün-deln zu tragen. Ach, wie sauer muß sich's doch mancherMensch um ein Stück Brate» werden lassen! —
Das Fest sollte zwar erst Nachmittags um fünf Uhram Kaffeetisch beginnen; aber dennoch mußte man desMorgens in aller Frühe mit dem Transport der Damenden Anfang machen. Die erste Fracht, aus sieben Köpfenbestehend, kam schon um acht Uhr mit jämmerlich zusam-menzequetschtcn Schlendern und zerstoßenen Frisuren an.So wollte man den ganzen Tag fortkutschircn. JunkerFritz sollte bei der sechsten und letzten Fahrt mit abgeholtwerden, und der Kutscher glaubte, Punkt fünf Uhr mit sei-ner herkulischen Arbeit fertig zu scpn. Allein in den mei-sten Häusern war man, als er vorfuhr, mit dem Putz