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„Pfui, schäme dich! Das ist ein schlimmer Streich. Ichverlasse mich auf dich, danke die Köchin ab, placke michseit vierzehn Tagen, dich von Stunde zu Stunde erwar-tend, selbst vor dem Herde, und da du nun endlich kommst,bist du in deinem Fache so unwissend, wie ein neugebor-nes Kind. O schäme dich, schäme dich!"
So schmählend lief er nach der Küche. Er kam erstdann wieder zum Vorschein, als die von ihn: zubereitetenSchüsseln aufgctragen wurden, und jetzt schalt er auf'sNeue, daß sie ihm sieben unnütze Mäuler — nämlich dieKammerfrau, den Kutscher, den Reitknecht und vier Pferde
— in's Haus geschleppt habe.
Sie unterbrach ihn und erklärte sich, alle diese Esseraus ihren eigenen Mitteln zu unterhalten. „Das kannich," setzte sie hinzu, „mit dem baaren Nachlaß meinesVaters über ein Jahr ausführen; indessen aber verbindeich mich mit einem jnngen, reichen Manne, dessen Bekannt-schaft ich unter Weges gemacht habe."
Als sic ihm hierauf von ihrem Abenteuer ausführlicheNachricht gegeben hatte, ward er ein wenig zufriedenermit ihr. Aber er schlug dennoch vor, die Pferde entwederzu verkaufen oder sie mit dem Pfluge und dem Bicrwagcnzu beschäftigen. Sie willigte darein, die Wagenpferde zudergleichen Arbeiten zu brauchen; doch die Reitpferde, be-sonders das edle arabische Roß, welches ihren Vater inSchlachten getragen hatte, wollte sie nicht so demüthigenlassen. Er gestand ihr diese Ausnahme mit der Bedingungzu, daß sie sich unter seiner Aufsicht und Leitung derKochkunst befleißigen sollte. „Ich will mich nicht rühmen;"sprach er: „aber du kannst viel von mir lernen; denn ich»ehm' es allenfalls mit den Mundköchen des Kaisers auf."
— Ein herrlicher Ruhm für einen Obersten! — Er hatte