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Der eigennützige Rathsschreiber ließ diese gute Gele-genheit nicht aus den Händen. Er begleitete den Junkernach Hause und erbot sich zum Freiwerbcr. Fritz kämpftesehr ängstlich dagegen; aber Jener überwand ihn mit sei-ner siegreichen Beredtsamkcit so völlig, daß er am Endewie betäubt sagte: „JH bin in Ihrer Gewalt. MachenSie mit mir, was Sie wollen!"
Herr Veilchen mußte mit seinem Geschäfte eilen) denndie längst erwartete Kammerfrau war am folgenden Mor-gen eingetroffen und das Fräulein hatte dem Wirth an-gekündigct, daß sie nun innerhalb vier und zwanzig Stun-den die Reise zu ihrem Oheim fortsetzcn werde. Dießerfuhr der Rathsschreiber vor Tische und bat sie deßhalbum Erlaubniß, ihr Nachmittags auf ihrem Zimmer anf-warten zu dürfen.
„Ich war Willens," antwortete sie, „Ihnen einen Spa-zierritt anzutragcn, weil ich mich noch gern in dieser Ge-gend umsehen möchte. Wollen Sie mich begleiten, sosteht Ihnen eins meiner Pferde zu Dienste."
Herr Veilchen nahm diesen Vorschlag an, und eilte nacheiner kurzen Mahlzeit fort, um sich mit Stiefeln undSpornen zu rüsten. Sie ließ ihr Lcibpferd, einen flüch-tigen Araber, für ihn satteln und er stieg nicht ohne Zit-tern auf, weil er sich seiner Schwäche in der Reitkunstbewußt war.
Fritz hatte sich diesen Mittag nicht in den Wallfisch ge-wagt. Er hungerte zu Hanse, fror und schwitzte vorBangigkeit, und fiel fast in Ohnmacht, als er das Fräu-lein und den Rathsschreibcr abreiten sah. Das arabischeRoß trug den auf seinem Rücken schlotternden Poeten mitsanfter Schonung und hinderte ihn nicht durch muthwil-lige Sprünge, seine Worte anzubringen. Dieß that er