dieses nahe Brausen versehen hätte, purzelte vor Schreckenrückwärts und riß seinen Herrn Vormund mit ihm um.Sie schlugen, wie einstürzende Kartenhäuser, hinter undüber einander zu Boden, und der Alte hatte den Jungenin den Armen. Ju dieser zärtlichen Lage starrten sie sicheine halbe Minute mit großen Augen an, und keiner ver-zog den Mund zum Lachen.
Als sie schweigend aufgestanden waren, sagte der Hof-kommiffär: „Ihr Diener, Herr von Bach! Leben Siedenn noch? Sie machen sich doch ungemein rar!"
Verzeihen Sie! stammelte Fritz : Es war mir nicht wohl.
„Nicht wohl? Und doch so zierlich gekleidet? — Dassind Finten, junger Herr! Was haben Sie denn hier zubelauschen?"
O, nichts! Ich sah nach dem Wetter.
„Wie? In der ängstlichen, unbequemen und geheimniß-vollcn Stellung, worin ich Sic vorhin traf, guckten Sienach dem Wetter? — Machen Sie das einem Andern weiß!"
Mit diesen Worten trat der Ungläubige an's Fenster,erblickte die Amazone und fragte hastig: Was steht dennda drüben für ein wunderbares Geschöpf? Halb Mann,halb Weib! Ist das etwa das schöne Wetter, worüberSie Beobachtungen anstellten?"
Fritz läugnetc, trotz der glühenden Nöthe, die sein Ge-sicht überflog.
„Herr!" fuhr der Hofkommissär fort und drohte mitdem Finger: „Ich will das nicht hoffe»! Sie wären sonstein unbeständiger Wetterhahn. Verstehen Sic mich? MeineTochter läßt Sie grüßen. Besuchen Sic uns bald!"
Fritz versprach es mit einem tiefen Bückling, und derHofkommiffär befreite ihn nun von seiner drückenden Ge-genwart, weil er noch andere Geschäfte in der Stadt hatte.