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bei dieser Vermählung ganz unthätig. Die Dame gehörteseit dreißig Jahren nicht mehr in sein Reich, und warauch wohl, nach dem Anschein ihrer ausgezeichneten, ab-schreckenden Häßlichkeit, nie darin ansässig gewesen. Siesuchte zwar durch Schminke, Schönpflästerchen und reichenKleidcrputz das Bürgerrecht darin zu behaupten; doch Amorhatte, wie gesagt, gar nichts mit ihr zu schaffen. Einedesto wichtigere Person war sie in den Augen des specu-lirenden Geistes, welche dem Liebesgott in's Handwerkpfuscht, aber nicht mit Pfeilen verwundet, sondern ausgroßen Rechnungsbüchern Fallen baut und Klumpen Goldals Köder darin aufhängt. Dieser arglistige Kobold hatteschon mit ihrem Mammon jene zwei arme Wichte, vonderen bitterm Tode wir oben sprachen, gelockt und gefan-gen, und unser Secretär war der dritte, der sich dadurchbethören ließ.
Er schrieb an seinen Bruder: „Wie reizend ist das Bilddeines Landlebens! Allein ich kann und darf dein Glücknicht mit dir theilen. Mich hat das Geschick nun einmalan die Stadt gefesselt und ich muß darin aushalten. Ichwäre doch in deinem Hause, wo überall Thätigkeit herrscht,das fünfte Rad am Wagen, und in ängstlichen Träumenwürde mir der Geist unsers Vaters .Zurufen: Hab' ichdich darum mit schweren Kosten zum Gelehrten erzogen,um hier ein träges Pflanzcnlebcn zu führen? — Nein,ich will diesen Vorwurf nicht verdienen, sondern ans mei-ner Bahn vorwärts schreiten, so weit ich kann. Aber hierzugehören Reisekosten, und ich habe noch keine nahe Hoffnung,aus der Kaffe des Staats damit versehen zu werden.Wahrlich, man möchte seine Bedürfnisse so einschränkenwie Diogenes, der seinen hölzernen Becher wegwarf, weiler einen Knaben mit der hohlen Hand Wasser schöpfen