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nicht einige der angesehensten Staatsmänner in unsermVaterlande bürgerlicher Herkunft?
Heinrich. Einzelne Schwalben, lieber Bruder, ma-chen keinen Sommer.
Karl. Aber Aufsehen machen sie, diese Schwalben!Derer, welche in Schaaren kommen, achtet man nicht.Es lohnt also wohl die Mühe, daß man den Versuchmacht, eine solche einzelne Schwalbe zu werden. —
Bald nach diesem Gespräche verließ er Lindenhain, underhielt, nachdem er in den Vorsälcn der Großen langegeschildert hatte, die Erlaubniß, sich im Kammcrcollegioein Schwalbenncstchcn zu bauen. Es entstand kein gro-ßes Aufsehen darüber; denn solcher Schwalben wie er,gab es viel. Er ward, mit Einem Worte, als Super-numerarsecretär angestellt, war aber nicht in den Geschäf-ten — denn deren bürdete man ihm genug auf — son-dern bloß, wie noch acht oder zehn seiner Vormänner,auf der Besoldungsliste überzählig.
Ungefähr im dritten Jahre seiner Dienstzeit schrieb ernach Lindcnhain: „Das Kanzelleileben, mein guter Hein-rich, ist in der That kein so anmuthiger Spaziergang ineinem Rosengarten, als ich mir ehemals darunter vor-stellte. Für mich besonders nicht; denn ich muß, leider!Tag für Tag die dürre Sandwllste des Accisfaches durch-wandeln. Da ist nirgends eine erquickende Nahrung fürmeinen Geist. Ich fühle, daß die Gedankenquelle meinesKopfes immer mehr und mehr austrocknet und von demGerülle der armseligsten Unterschleisshändel gleichsam ver-schüttet wird. Was Hilst mir nun das ganze Magazingelehrter Kenntnisse, die ich mit der Emsigkeit einer Ameiseauf der Schule und Universität einsammelte? — DerAccistarifist der Inbegriff aller Weisheit, die ich bedarf." —