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vollgerütteltcs Maß von Weisheit zu besitzen glaubte! DerAbschied fiel deßhalb, so sehr auch der Vater bewegt war,von seiner Seite sehr kalt aus.
Grünberg empfing den alten Klaus mit offnen Armen,wies ihm eins der besten Zimmer im Hause an, und Mat-chen war für seine Bequemlichkeit mit kindlicher Sorgfaltgeschäftig. Er fühlte sich in seiner neuen Wohnung glück-licher als jemals, liebte und schätzte seinen wackern Sohntäglich mehr, und es schmeichelte seinem Vaterherzen, daßer ihn bei allen Hausgenossen in so hoher Achtung stehensah. -
Karls juristische Unglücksträume bestätigten sich nicht aufdie entfernteste Weise. Dieß freute ihn aber so wenig,daß er lieber seine Verwandten aus dem Grünberg'schcnHause wieder vertrieben gesehen hätte, damit nur die Ehreseiner Vorhersagung gerettet worden wäre. Er grollte mitdem Schicksal, daß es nicht nach seinem Kopfe verfuhrund es ihnen so wohl gehen ließ. Aus dieser Übeln Launeentzog er der Hochzeit seines Bruders, unter dem Vor-wand einer Krankheit, die Ehre seiner Gegenwart. Auchin der Folge machte er sich sehr selten, und man sehntesich eben nicht stark nach seinen Besuchen; denn er habe-rechtcte bisweilen über Dinge des gemeinen Lebens, von.denen er kaum einen so Hellen Begriff, als der Blinde vonden Farben, hatte, und Lberdieß fror man sogar in denHundstagen bei den kalten Erzählungen seiner Gerichts-händel. Diese machten jetzt vollends den einzigen Inhaltseines Gesprächs aus, da er das Heer der Advokaten inseiner Vaterstadt (wo auf jedes Hundert Einwohner, dieGarnison und die Säuglinge mitgerechnet, wenigstens Ei-ner kam) vermehrt hatte. Wenn er nicht zugegen war,horte man in Grünbergs Wohnung keinen Widerspruch.