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ftieden waren, als wir cs in Palästen nie scpn würden.Diese armen Hirten lehrten mich viel: sie machten michmit der Genügsamkeit bekannt, die bei Brod und Wasserreich ist. — Doch so weit ist es mit uns noch nicht gekommen.Wir haben uns nützliche Kenntnisse erworben und könnendurch muntere Thätigkeit alles wieder gewinnen, was wirverloren. — Geh muthig an's Werk, lieber Karl! DeineWissenschaften werden dich nicht sinken lassen. Ich über-nehme die Sorge für unfern Vater, und werde mit ihmund mit dir meinen letzten Bissen Brod theilen." —Gerührt drückte der Alte den braven Sohn an seinHerz und sagte schluchzend: „Heinrich, du bist ein guterMensch! Ich habe dich verkannt — meine Vaterliebe warxartheilich — vergib mir mein Unrecht!"
Sie umarmten sich beide jetzt sprachlos vor Wehmuth,voll der innigsten Liebe. Aber mit kaltem und neidischemHerzen stand Karl dabei und sagte bitter: Du versprichstdem Vater mehr, als du halten kannst. Weißt du, daßVersprechen Schuld macht? —
„Ich weiß cs;" war Heinrichs Antwort: „Mein Herzsagte mir das eher, als du es ans Büchern lerntest. Fürchtenicht, daß ich dich zum Mitschuldner machen werde! —Auf mich, Vater — ganz allein ans mich — verlassenSie sich! — Gönnen Sie mir das selige Vergnügen, ohneirgend eine andere Mitwirkung, als den Beistand des Him-mels für Ihre Bedürfnisse und Bequemlichkeit zu sorgen.Ersetzen Sie mir dadurch den Rückstand von Liebe, denich noch, wie Sie selbst sagen, bei Ihnen zu fordernhabe; — Sie sollen gewiß, so lang ich lebe, keine Nothleiden." —
Er eilte jetzt, die Antwort des Greises nicht abwartend,zum alten Grünberg und sprach: „Sie werden gehört ha-