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7 (1847) Neue Talismane. Vacuna. Der graue König : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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sepn mag) ließe sich viel weiter ausführen; aber diese we-nigen Striche sind schon hinreichend, um die Verbildungzu erklären, welche wir an Karls Geist und Körper in derFolge wahrnehmen werden. Freilich hatte auch die Lchr-art, welche zu seiner Zeit in M* * üblich war, an seinergeistigen Verkrüppelung Theil, und es ist deßhalb nöthig,ein paar Worte davon zu sagen.

Latein und Griechisch ward vom Morgen bis in dieNacht getrieben: aber, leider! beschäftigte man sich, beiErklärung der Schriftsteller in beiden Sprachen, bloß mitder Schale der Worte, und ließ den Kern der Sachen un-berührt. Gcschichtkunde und Erdbeschreibung waren in dieuntern Klaffen verwiesen. Hier trug man sie nach einemmagern Lchrbüchlcin trocken vor, und cs lag wenig daran,ob die Knaben etwas davon begriffen oder nicht. Die le-benden Sprachen, besonders die arme Muttersprache, be-handelte man vollends verächtlich. Letztere ward gar nichtgelehrt; den» man glaubte, jeder Bauer verstehe sic, unddas glaubt mancher lateinische Schulmeister bis auf denheutigen Tag. Sie ward sogar gehaßt und verfolgt.Einige pedantische Lehrer* hielten cs für ein Verbrechen,ein deutsches Buch zu lesen, wenn auch dessen Inhalt undVortrag noch so unschuldig und meisterhaft waren. Wersich dabei ertappen ließ, den schnaubten sie grimmig anund schalten ihn einen deutschen Michel; denn die neuernSpottnamen: Schöngeist und Belletrist, waren damalsnoch nicht in der Mode.

* Man vergesse nicht, daß der Zeitpunkt, von dem wir hierreden, bas sechste Jahrzehend des achtzehnten Jahrhun-derts ist; denn der Verfasser möchre nicht gern den Vor-wurf auf sich laden, daß er die vortrefflichen Männer,welche in fpätcrn Zeiten den Lehrstuhl betraren, gegenseine eigene bessere Ueberzeugung tadle.