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mich schaudert, unter dem Dache eines Menschenfeindes zuwohnen. —
Bei diesen Worten flog ich, nebst zwei andern Guldenauf den Tisch, und der Soldat eilte hinweg. Dem In-tendanten hatte die unwillkommene Erinnerung an die ver-gessene Schuhbürste ein Schloß vor den Mund geworfen.Er murmelte nur einige unverständliche Worte in sich hin-ein, strich uns in seine Tasche, und ging — wie er zusagen pflegte — nach Hofe.
Achtzehntes Kapitel.
Ein gutes Hausmittel gegen den Hochmuth der Großen.
Nach Hofe! Eine prahlende Redensart, die aber hier,in die Sprache der Wahrheit übersetzt, nichts weiter hieß,als in den Hof des fürstliche» Schlosses, wo er in einemdüstern, kühlen Gewölbe sein Wesen trieb. Ich erwähneder kellermäßigen Beschaffenheit dieses Gemachs nicht ohneGrund. Sie hat, wie die Folge zeigen wird, einen wich-tigen Einfluß auf meine Geschichte.
Er bot drei jungen Herren, die schon hinter ihren Tinte-fässcrn saßen, einen guten Morgen und fragte: „Sinddes Herrn Hofmarschalls Ercellcnz bereits im Schlosse?"
Die Herren lächelten und sagten: Ja wohl!
„Potz tausend !" rief er und bebte zusammen: „haben JhroErcellcnz schon nach mir geschickt?"
Die jungen Gesellen winkten sich mit den Augen, undthaten, als hätten sie seine Frage nicht gehört. Er wie-derholte sie mit steigender Angst, und nun antwortetensie: Nein.
„Das ist schön!" jubelte der kleine Mann, und rieb wie