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mitte zu sättigen; allein ich erhielt diese Bestimmung nicht,und mußte nun erwarten, das Eigenthum des herzlosenMenschen zu werden, der diesen Unglücklichen kein Obdachgönnte.
Wie sprangen und jauchzten die armen Kinder, als derBater erschien und Brod austheiltc! Es war ein herrli-ches Schauspiel, sie essen zu sehen. So schmeckt es euchnie, ihr reichen Schwelger, wenn ihr auch die theuerstenLeckereien aus allen Wclttheilen und eure Köche aus Frank-reich verschreibt! — Schränkt eure üppigen Tafeln ein undsendet, was ihr dadurch erspart, in die Hütten der Armen:so werdet ihr eurem Magen mehr Eßlust und eurem Her-zen das Gefühl guter Thaten verschaffen! —
Der unglückliche Vater weidete seine Augen an der Freudeseiner gesättigten Kinder. Sic schliefen vergnügt ein; ihnaber floh, von dem Gedanken an seine That verscheucht,der wohlthätige Schlaf. Sie erschien ihm in der Grabes-stille der Nacht wie ein furchtbares Gespenst, und triebihn rastlos aus einem Winkel in den andern. Er seufzte,weinte, warf sich auf die Knie und rang betend die Hände.Doch die ersten Lichtstrahlen des Morgens beruhigten ihn.Er schlummerte einige Stunden und ging dann aus, umseine Stubenmiethe zu bezahlen.
Sein Hauswirth war ein kleines Männchen, mit einemhäßlichen, hämischen Gesichte. Bekleidet eine große Meer-katze mit einem steifen, brandgelbc» Rocke, setzt ihr eineBeutelperücke auf und steckt ihr einen kurzen Degen miteinem Griff von Porzellan an die Seite, so habt ihr eintreues Nachbild von ihm.
„Was wollt Ihr?" rief er rauh und polternd seinemSchuldner entgegen: „Ihr kommt doch nur, um mir Eurealten Klagelieder vorzuwinseln und um Nachsicht zu bit-