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wann und wo er mit Respekt, Hochachtung oder Estimebeharrte; und bei wem er sich unterthäniger, gehorsamer,ergebenster Diener oder nur Dienstcrgebcnster, Dienstwil-liger, Bereitwilliger n. s. w. unterschrieb. Er schloß nieeinen Brief, ohne diese Tabelle vorher nachzuschlagen.Schrieb er aber an Jemand zum ersten Male, da wardes ihm so schwer, den Schweif seiner Epistel zu künsteln,daß ihm darüber der Angstschweiß ausbrach. Ost ließ ersogar einen Brief, den er nach langen Grübeleien zuStande gebracht und auf die Post geschickt hatte, plötzlichwieder zurückfodcrn, weil ihm eine neue Bedenklichkeit cin-siel, daß er im Punkte der Höflichkeit zu viel oder zuwenig gcthan habe.
fünfzehntes Kapitel.
Nespektwidrige Behandlung einer vornehmen Nase.
Er bewohnte den ersten Stock eines großen Hauses,der zwanzig Zimmer enthielt. Mit diesem weiten Raumewar aber der einsame Hagestolz — ungeachtet er nie Ge-sellschaft bei sich sah — nicht zufrieden: er trieb den Be-wohner des zweiten Stockes durch ein höheres Miethge-bot aus dem Hause und herrschte nun über vierzig Zim-mer, die er jährlich mit sechshundert Thalern bezahlte.Man hätte dem alten Thoren wegen dieser tollen undunnützen Verschwendung einen Vormund setzen sollen;doch in allen andern Stücken war er ein zäher Knicker,der seine Bedienten fast verhungern ließ und keinem Ar-men einen Pfennig reichte. Daher kann ich mir jene Ver-geudung nicht anders erklären, als daß Jhro Hausexcel-lenz (denn nur seine Domestiken und die für ihn arbei-