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am Boden wohnte», und uns daher alle Allssicht abgc-schnitten war, so wußten wir nicht, wohin er seinen Wegnahm. Er stieg einige hölzerne Treppen hinauf, öffneterasch, ohne sich vorher durch Klopfen anzumeldcn, eineThür, und eine zarte weibliche Stimme hieß ihn willkommen.
Wir vermuthetcn Anfangs, daß diese Dame seine Schwe-ster scpz denn er dichte sic, und sie dutzte ihn wieder.Doch bald vernahmen wir ein Geräusch feuriger Küsse,bemerkten auch andere Liebkosungen, die unter Geschwisternnicht üblich sind, und hatten zuletzt sehr entscheidendeGründe, das zärtliche Frauenzimmer (welches wir Lott-chcn nennen hörten) für seine Gemahlin zu halten. In-dem wir uns ganz davon überzeugt glaubten, zog er unsplötzlich aus der Tasche, schob uns in das Bändergcwühleines zierlichen Körbchens und nahm Abschied.
Achtes Kapitel.
Ich soll an den Pranger gestellt werden.
Als ihm Lottchen das Geleite gegeben hatte, machtesic sich eilend über das Körbchen her »nd kramte so langedarin, bis sie uns fand.
„Wie?" rief sie erstaunt, und ihre schwarzen Augenfunkelten zornig: „Zwei elende Gulden! Was denkt derMensch? — Er soll mir nicht wieder über die Schwellekommen! Und, Andern zum Schrecken, will ich diese zweiarmen Sünder öffentlich an den Pranger stellen."
Uns war bei dieser Drohung nicht wohl zu Muthe.Man hätte der kleinen, artigen Nymphe gar nicht ange-sehen, daß sie so böse sepn könne. Sie ging, immer noch