neben einer Welt nach der andern vorbei — Als er großund mit tausend Farbcnblitzen durch den schwarzen Bogendrang: so grünte und blühte dieser wie ein Regenbogen undunter ihm waren keine Gestalten mehr — und als der Tro-pfen groß-glimmend wie eine Sonne auf fünf Blumen lag:so übcrfloß ein irrendes Feuer die grüne Fläche und erhellcteeinen schwarzen Flor, der ungesehen die Erde umfasset hatte.Der Flor zog sich schwellend auf zu einem unendlichen Zelteund riß von der Welt ab und siel zu einem Leichcnschlcierzusammen und blieb in einem Grabe. — Da ward die Erdeein tagender Himmel, aus den Sternen stäubte ein warmerRegen von lichten Pünktchen nieder, am Horizont standenweiße Säulen aufgepflanzt — von Westen her waltetenkleine Wolken herüber, perlen-hell, grünlich-spielend, roth-glühend, und auf jeder Wolke schlief ein Jüngling und seinAthen:-Zephyr spielte mit dem rinnenden Dufte wie mitweichen Blüten und wiegte feine Wolke — die Wogen eineslauen Abendwindes spülten an die Wolken an und führtensie. — Und als eine Welle in meinen Athen: stoß, so wollt'in ihr meine Seele dahin gegeben in ewige Ruhe auseinan-der rinnen — weit gegen Westen erschütterte eine dunkleKugel sich unter einem Gewitterguß und Sturm — vonOsten her war auf meinen Boden ein Zodiakallicht wie einSchatten hingeworfcn. . . .
Ich wandte mich nach Osten und ein ruhig-großer, inTugend seliger, wie ein Mond aufgehender Engel lächeltemich an und fragte: „kennst du mich? — Ich bin der En-gel des Friedens und der Ruhe und in deinem Sterben wirstdu mich wieder sehen. Ich liebe und tröste euch Menschenund bin bei eurem großen Kummer. — Wenn er zu groß