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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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wie in der längern Nacht der Thau sinkt, die Nachtigallklagt, die Blume zuquillt!

— Alles Gute, alles Schöne, alles was den Menschenbeglückt und erhebt, sei mit meinem Freunde; und alle meineWünsche vereinigt mein stilles Gebet."

*

Ich thue sie alle mit, nicht bloö für Gustav, sondernfür jeden Guten, den ich kenne, und für die andern auch.

Ob es gleich schon cilf Uhr Nachts ist: so muß ich demLeser doch etwas Melancholisch-Schönes melden, das ebenvorüberzog. Ein singendes Wesen schwebte durch unser Thal,aber von Blättern und Dämmerung verdeckt, weil der Mondnoch nicht auf war. Es sang schöner, als ich noch hörte:

-Niemand, nirgends, nie.

— — Die Thräne, die fällt.

--Der Engel, der leuchtet.

-Es schweigt.

-ES leidet.

-Es hofft.

-Ich und Du.

Offenbar fehlet jeder Zeile die Hälfte, und jeder Ant-wort die Frage. Es siel mir schon einigcmale ein, daß derGenius, der unfern Freund unter der Erde erzog, ihm beimAbschiede Fragen und Dissonanzen dagclassen, deren Ant-worten und Auflösungen er mitgenommen; ich denk', ich Hab'es dem Leser auch gesagt. Ich wollte, Gustav wäre da.Aber ich habe nicht den Muth, mir die Freude auözudenkcn,